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Moderation als Führungsaufgabe

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Moderation im Arbeitsprozess ist eine Folge der Modernisierungs- und Demokratisierungsentwicklungen in der Arbeitswelt. Über- und Unterordnungen haben sich in den letzten Jahrzehnten gelockert und die gesellschaftliche Emanzipation hat die Verhaltensweisen am Arbeitsplatz verändert. MitarbeiterInnen fordern Mitbestimmung und erwarten Beteiligung an Entwicklungen und Entscheidungen. Die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung ist im Allgemeinen gestiegen.

Und auch von den Führungskräften wird die Erwartung der aktiven und konstruktiven Mitarbeit an die MitarbeiterInnen formuliert. Mehr Disziplinen, mehr fachliche Spezialisierungen, immer komplexere Problemstellungen, die über das Wissen und die Erfahrungen eines einzelnen längst hinausgehen, machen neuere flexiblere Zusammenarbeitsformen in Projektgruppen und in fachinternen wie fachübergreifenden Teams notwendig.

Diese Teams sind ohne Moderation kaum noch denkbar. Hier wird die herkömmliche, hierarchische Autorität der Führungskraft ergänzt oder gar ersetzt durch eine neue prozessbezogene Autorität, die auf Prozesskompetenz basiert. Dabei ist Prozesskompetenz die Kunst, zwischenmenschliche Interaktionen möglichst reibungslos zu steuern und auf ein gewünschtes Ergebnis auszurichten. Alle Beteiligten sollen dabei einen möglichst hohen Grad an Zufriedenheit erreichen.

Und nicht zuletzt in der Konfliktbearbeitung kommt der Moderation eine zentrale Aufgabe zu: obgleich die beste Konfliktbearbeitung die Prävention ist, lassen sich Konflikte nicht immer vermeiden. Und ohne eine kompetente Moderation verheddern sich die KonfliktpartnerInnen sehr schnell wieder in ihren gegenseitig ausgelegten Fallstricken. Lösungsvorschläge von außen werden meistens nicht von allen beteiligten Parteien akzeptiert - die Beteiligten müssen eine stabile und für alle umsetzbare Problemlösung selbst finden - mit Hilfe einer Konfliktmoderation.

Um eine zielgerichtete und ergebnisorientierte Moderation durchführen zu können, gibt es verschiedene Methoden, wobei die eigene Haltung als ModeratorIn sowie das eigene Geschick und Gespür der Gesprächsführung nicht durch "kalte" Methoden ersetzt werden können. Nur wenn beide Ebenen zusammenwirken, wird eine Moderation gelingen.

Ziel der Fortbildung ist es, dass die Teilnehmer lernen, einen gesamten Moderationszyklus durchführen zu können.

Inhalte:

  • richtig präsentieren
  • deutlich visualisieren
  • Zeit einteilen
  • Zielorientierung
  • durch Gesprächsführung alle Teilnehmende am Gespräch beteiligen
Als Methoden kommen theoretische Inputs, Reflexionsrunden in Kleingruppen, Diskussionen im Plenum und Rollenspiele zur Anwendung.

Eigene Beispiele der TeilnehmerInnen sind ausdrücklich willkommen!

Moderation (pdf)