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Freud´ und Leid gruppendynamischer Prozesse im Kursalltag

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In allen Gruppen lassen sich sog. Wellenbewegungen ausmachen. Auf eine intensive Arbeitsphase folgen Ruhe und Unlust. Lernfreude löst Desinteresse ab. Für Gruppenleitungen und TeilnehmerInnen haben diese Wellenbewegungen so lange quasi-natürliche Gesetzmäßigkeit, bis man sie als notwendige Phasen der Gruppenarbeit versteht.

Um eine Gruppe begleiten und steuern zu können, ist das Wissen um gruppendynamische Gesetzmäßigkeiten unerlässlich, da sich zum einen die Methoden der Wissensvermittlung an den einzelnen Phasen des gruppendynamischen Prozesses ausrichten sollten und es zum anderen bei den KursteilnehmerInnen in manchmal anstrengenden Gruppenprozessen zu Verunsicherungen kommt und die Gruppe Begleitung und Unterstützung durch die Kursleitung benötigt. Und nicht zuletzt für sich selbst als Kursleitung kann es sehr erkenntnisleitend und ermutigend sein, unerwartete Verhaltensweisen einzelner Personen, einer Teil- oder der Gesamtgruppe auf gruppendynamische Aspekte hin zu untersuchen, Hypothesen zu bilden und mit diesen Vorstellungen die weitere Lehrtätigkeit zu planen.

Inhalte:

  • Theoretische Grundlagen zur Einordnung der eigenen Erfahrung aus der Gruppenleitung zu Fragen wie: Nach welchen Regeln bilden und entwickeln sich Gruppen? Welches sind die typischen Anfangs- und Abschlussprobleme in Gruppen? Wie lassen sich Blockierungen und Lernwiderstände erklären? Was kann die oft beobachtete "Leitungskritik" bedeuten? Gibt es in jeder Gruppe feste wiederkehrende Rollen? usw.;
  • Diskussion der Vor- und Nachteile unterschiedlicher Interventionsmöglichkeiten;
  • Methodischen Umsetzung;
  • Planung und probeweise Durchführung von Fallbeispielen von Interventionen zur konkreten Umsetzung im eigenen Berufsalltag.
Es wird mit folgenden Methoden gearbeitet: theoretische Inputs, Reflexionsrunden in Kleingruppen, Diskussionen im Plenum, Rollenspiele.

Eigene Beispiele der TeilnehmerInnen sind ausdrücklich willkommen.

Gruppendynamische Prozesse (pdf)